Eintracht Emmerich Radsportler vor einer großen Herausforderung

IJsselmeer Challenge 2023 oder……vom Winde verweht:

Am Sonntag den 02.07. machten sich vier Radsportkameraden der Abteilung (Nadine, Lewis, Stefan und Markus) um 6:45  Uhr auf den Weg ihre bisher größte Radherausforderung anzutreten:
 300 km rund ums IJsselmeer!
Vier Radsportkameraden? Nicht ganz, auch Sebastian ist an diesem Tag die 300 km gefahren, da wir aber unterschiedliche Startzeiten hatten, sind
wir uns leider nicht begegnet.
Start und Ziel war in Lelystad, eins war an diesem Tag sofort klar, es sollte eine sehr windige Veranstaltung werden!
Die ersten 60 km fuhren sich mit Rücken- bzw. Seitenwind noch sehr gut, doch nach der ersten Pause drehte der Wind immer mehr auf Gegenwind und als wir
nach der zweiten Pause bei 110 km auf den Abschluss-Deich fuhren wurden unsere schlimmsten Befürchtungen Gewissheit: 28km kompletter Gegenwind mit sehr starken Böen!
Wir erreichten nach 160 km die 3.Verpflegung kurz vor Enkhuizen. In Enkhuizen gabe es die letzte Möglichkeit durch das Markermeer zu fahren und auf 200 km abzukürzen.
An der Gabelung bogen wir alle 4 ohne zu Überlegen nach rechts ab um die 300KM in Richtung Horn anzugehen. Wieder hatten wir auf der Strecke Richtung Horn mit starkem Gegenwind zu kämpfen.                                         Als wir kurz vor Horn an mehreren Kitesurfern vorbeikamen überlegte ich kurz ob wir uns für heute nicht das falsche Hobby ausgesucht
hatten.
Wir erreichten nach 220 km die 4.Verpflegung und schworen uns nochmal auf die letzten 80 km ein.
In Richtung Amsterdam drehte der Wind wieder auf Seitenwind, was aber bei den starken Böen nach so einer langen Strecke immer wieder die ganze Aufmerksamkeit auf dem Rad verlangte.
Bei 260 km erreichten wir in einer Feuerwehrwache die letzte und beste Verpflegungsstelle, frisch gestärkt und mit einem leckeren Kaffee im Bauch ging es in Richtung Almere,
 dort bekamen wir dann auf den letzten 25 km unsere Belohnung: Endlich wieder Rückenwind!
Mit dem Turm von Lelystad vor Augen mobilisierten wir unsere Beine nochmal und am Ende kamen wir nach 11:35 im Sattel und einem Schnitt von 25,9 km/h erschöpft, glücklich aber vor allem ,Stolz im Ziel an!

Ein Bericht von Markus Plessa.